Unter der Leitung von T-Systems haben verschiedene Partner aus Wirtschaft und Forschung eine Funk-Lösung für Krankenhäuser entwickelt.
Mit dieser können Krankenhäuser den Einsatz von Blutkonserven und medizinischen Geräten lückenlos verfolgen und verbessern. Dazu statten die Partner Konserven und Apparaturen mit kleinen intelligenten Funkmodulen, den so genannten Smart Objects, aus. Diese können sowohl untereinander als auch mit dem zentralen IT-System kommunizieren. Derzeit läuft am Universitätsklinikum Erlangen ein erster sechsmonatiger Testbetrieb.
Lückenloser Nachweis
Potential bietet das System beispielsweise bei der Handhabung von Blutkonserven: So sind Ärzte angewiesen, eine Blutkonserve zu entsorgen, sobald der Kühlkreislauf unterbrochen oder die Konserve nicht verwendet wurde. Derzeit müssen Kliniken und Arztpraxen pro Jahr bis zu 200 Tausend Konserven entsorgen. Die Chips können eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette nachweisen, indem sie permanent die Temperatur der Konserve überwachen. Zudem überprüft das Smart Object, ob eine Blutkonserve zur Blutgruppe eines Patienten passt. Um Fehltransfusionen zu vermeiden, gleicht es die Informationen über die Blutgruppe der Konserve mit denen des Patienten ab. Darüber hinaus erspart das System dem medizinischen Personal die Suche nach Inventar: Ist das gesuchte Gerät mit einem solchen Funkmodul ausgestattet, erteilen PCs im Krankenhaus Auskunft über den Aufenthaltsort.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert das Projekt mit dem Namen OPAL-Health. Die Führung hat T-Systems übernommen. Weitere Partner sind das Fraunhofer IIS und Fraunhofer SCS, die Universität Erlangen-Nürnberg sowie Vierling Communication und Delta-T.