Sicher und selbstbestimmt im Alter oder trotz Handicap leben: Dies sind die Ziele eines Pilotprojekts, das T-Systems und Partner gestartet haben.
Dazu statten die Stiftung Liebenau, die Medizininformatik der Universitätsmedizin Göttingen sowie die Firma „scemtec automation“ derzeit Testwohnungen mit Sensoren aus. Die intelligenten Servicesysteme sollen Situationen der Hilflosigkeit erkennen. Dabei dürfen sie jedoch nicht in die Privatsphäre der hilfsbedürftigen Menschen eingreifen. Vielmehr versuchen die Projektpartner durch intelligente, computerverknüpfte Logiken Gefahrensituationen auszumachen. Bei Bedarf lösen sie Alarm aus.
Ein Beispiel: Steht ein Bewohner nachts auf, um ins Bad zu gehen, erfasst die Sensorik die Bewegung. Kehrt dieser Bewohner aber nach einer vordefinierten Zeit nicht mehr in das Schlafzimmer zurück, löst das System erst eine Warnung und später einen Alarm aus.
ICT erleichtert Betreuung
„Informations- und Kommunikationstechnologien können weder ambulante Pflege noch medizinische Betreuung ersetzen aber ein Stück weit helfen, die Menschen im Alter zuhause zu unterstützen“, sagte Holger Hille, Leiter Healthcare bei T-Systems. Die Telekom-Tochter und ihre Partner testen die so genannten „Ambient-Assisted-Living-Lösungen“ seit dem 22. Januar in Meckenbeuren-Liebenau. Die Projektdauer ist zunächst auf neun Monate festgelegt. Erste Ergebnisse wollen die Partner im Rahmen eines Fachtages am 24. März in Liebenau vorstellen und diskutieren.